Markenwelt | Geschichte

1718: Abraham Favre (1702-1790), der den Grundstein für die Marke Favre-Leuba legt, beginnt seine Uhrmacherlehre. 

1737: Am 13. März 1737 wird Abraham Favre erstmals als eigenständiger Uhrmacher in Le Locle, im heutigen Kanton Neuenburg, in einem offiziellen Dokument erwähnt.

1749: Um 1749 wird Abraham Favre zum «Maître horloger du Locle» ernannt.

1792: Abraham Favre (1740-1823), der Sohn des Unternehmensgründers, ruft gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Frédéric und Henry-Louis die Firma «A. Favre & Fils» ins Leben.

1815: Henry-August (1796-1865), Frédéric Favres Sohn und damit bereits die vierte Generation der Uhrmacherfamilie, spannt mit dem Uhrenhandel von Auguste Leuba aus Butte im Val-de-Travers zusammen.

1820: Henry-August Favre reist um die Welt – von Deutschland nach Russland über Kuba nach New York, von Brasilien nach Chile –, um die fein gearbeiteten Taschenuhren aus den eigenen Ateliers in fernen Märkten zu etablieren.

1851: Die Taschenuhren von Favre-Leuba werden an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen ausgezeichnet – unter anderem in London 1851, New York 1853, Paris 1855, Bern 1857 und Porto 1865.

1855: Fritz Favre (1828-1877) setzt die Expansionsstrategie seines Vaters in Europa, Amerika und Asien erfolgreich fort.

1865: In den Jahren 1865 und 1867 bereist Fritz Favre Indien und lanciert seine Marke auf dem Subkontinent, der sich rasch zu einem wichtigen Absatzmarkt für Favre-Leuba entwickelt.

1896: Der Firmensitz von Favre-Leuba wird von Le Locle nach Genf verlegt.

1908: Henri Favre-Leuba (1865-1961) übernimmt die Leitung des Familienunternehmens und baut die Marke international weiter auf. Er bleibt bis zu seinem Tod 1961 Präsident des Verwaltungsrates.

1925: Als Armbanduhren die aufwändig gearbeiteten Taschenuhren ablösen, fertigt Favre-Leuba erste Ein-Drücker-Chronographen.

1945: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kann Favre-Leuba dank eigenen Büros in Indien auf eine gefestigte Marktposition zählen. Etappe für Etappe erobert das Familienunternehmen unter der Leitung des Juristen Dr. Henry A. Favre seine Stellung und Bedeutung auch in anderen Uhrenmärkten zurück – erst in der Schweiz, dann in Europa, später auch in Amerika und Afrika. Niederlassungen unter anderem in Hamburg, London, Rangun, Karachi, Singapur und New York sichern einen gut funktionierenden Vertrieb sowie einen erstklassigen Kundenservice.

1946: Ab 1946 stellt Favre-Leuba regelmässig an der Uhrenmesse in Basel aus, ab 1953 zudem am «Salon Montres et Bijoux» in Genf.

1948: Favre-Leuba fertigt Präzisionsuhren wie Chronometer, deren hervorragende Ganggenauigkeit vom Observatorium des Kantons Neuenburg in den Folgejahren mit mehreren ersten Preisen ausgezeichnet wird.

1955: Favre-Leuba stellt das Manufakturkaliber FL101 vor. Es findet ein Jahr später seine Verwendung in den Uhrenmodellen Sea Chief, Sea King und Sea Raider.

1957: Die Marke präsentiert das Kaliber FL102 mit Kalenderfunktion, welches in den Datic-Modellen zum Einsatz gelangt. Es folgen die Automatikwerke FL103 und FL104, mit oder ohne Datumsanzeige.

1960: Mit der Water Deep lanciert die Marke ihre erste Taucheruhr. Damit legt sie den Grundstein für ihren Erfolg in dieser Kategorie.

1962: Bivouac: Favre-Leuba lanciert die Bivouac, die erste mechanische Armbanduhr mit einem Aneroidbarometer zur Höhen- und Luftdruckmessung. Sie gehört rasch zur unverzichtbaren Ausrüstung all jener, die scheinbar festgelegte Grenzen überwanden: Einen ihrer ersten Einsätze absolviert die Bivouac an den Handgelenken der Schweizer Nationalmannschaft der Fallschirmspringer während der Weltmeisterschaft 1962 in den USA. Der italienische Alpinist Walter Bonatti trägt die Bivouac, als ihm 1964 zusammen mit dem Genfer Michel Vaucher die Erstbesteigung der Nordwand der Pointe Whymper (4196 m) in den Grandes Jorasses gelingt oder als er als Erster die Nordwand des Matterhorns über die direkteste Route bezwingt. Auch der junge Walliser Michel Darbelley lässt sich von der Uhr aus den Werkstätten von Favre-Leuba bei der ersten Alleinbesteigung des Eigers im Jahr 1963 anzeigen, welche Höhe er schon erklommen hat und ob ein Wetterwechsel bevorsteht. Der berühmte französische Polarforscher Paul-Emile Victor verliess sich auf seinen zahlreichen Expeditionen ins ewige Eis ebenfalls auf die Bivouac.

Kaliber FL251: Das patentierte Kaliber FL251 mit 11,5’’ und einer Höhe von lediglich 2,95 mm revolutioniert dank der Verwendung von zwei Federhäusern die Serienfertigung von extraflachen Werken mit Zentralsekunde. 

1963: DEEP BLUE: Drei Jahre nach der Präsentation der ersten Taucheruhr aus den eigenen Ateliers lanciert die Marke die bis 200 m wasserdichte Deep Blue.

NEUER FIRMENSITZ: Favre-Leuba nimmt im neu errichteten Firmensitz in Petit-Lancy bei Genf die Produktion eigener Ebauches wieder auf. Konsequenterweise nennt sich das Unternehmen daraufhin wie bereits Ende des 19. Jahrhunderts «Manufacture d’Horlogerie Favre-Leuba S.A.».

1967: Die Fédération Horlogère Suisse zeichnet im Zusammenhang mit der Weltausstellung in Montréal Favre-Leuba mit dem ersten Preis in der Kategorie «Chronographen und Sportuhren» aus.

1968: BATHY: 1968 stellt die Marke die Bathy vor – die weltweit erste mechanische Armbanduhr, die nicht nur die Tauchzeit, sondern auch die aktuelle Tauchtiefe anzeigt.

TWIN POWER MIT AUTOMATIK: Favre-Leuba ergänzt ihre bahnbrechenden Doppelfederhauswerke mit einem automatischen Aufzug – damit gehört die Marke zu den Ersten überhaupt, welche diese Kombination in Serie einsetzen. Erhältlich waren die neuen Werke sowohl mit als auch ohne Kalenderfunktion.

1970: Den Übergang in die 1970er-Jahre markieren mehrere Modelle, die mit ihrem unverwechselbaren kissenförmigen Design der aktuellen Mode perfekt entsprechen: Im Innern der Sea Raider mit Tages- und Datumsanzeige tickt das Automatikkaliber FL1164 mit 36’000 a/h, während die Memo Raider die weltweite Kundschaft mit einem automatischen Wecker begeistert. Die zur selben Zeit eingeführten Modelle Sea Sky und Sea Sky GMT verbinden hingegen die Funktionalität einer Taucheruhr mit der eines Chronographen und einer 24-Stunden-Anzeige.

1985: Die Einführung günstiger Quarzwerke 1969 stürzt die Schweizer Uhrenindustrie in eine schwere Krise, die auch vor den Toren der Werkstätten von Favre-Leuba nicht Halt macht. In der Folge ist die Familie gezwungen, die Marke in den 1980er-Jahren zu verkaufen. Diese wechselt daraufhin mehrmals den Besitzer.

2011: Am 16. November 2011 übernimmt die Tata Gruppe die Traditionsmarke Favre-Leuba und verlegt deren Hauptsitz nach Zug.

2012: Nach einer intensiven Recherche zur Geschichte von Favre-Leuba sowie zu deren legendären Zeitmessern beginnt das neue Team, eine langfristige, nachhaltige Strategie zu entwickeln, die sich auf die Stärke von Favre-Leuba konzentriert sowie an die über viele Jahrzehnte sorgfältig gepflegten Markenwerte anknüpft. Es entsteht eine Kollektion hochfunktionaler Uhren, die auf den technischen wie auch ästhetischen Errungenschaften von Favre-Leuba basieren und diese mit eigenentwickelten Technologien und einem starken, selbstbewussten Design ins Heute übersetzen. Zugleich erfolgt ein zeitgemässer, innovativer Marktauftritt.

2016: Favre-Leuba lanciert die ultimative Taucheruhr, Raider Harpoon, die eine einzigartige Form der Zeitanzeige aufweist. Mit ihrer innovativen Funktionalität und durch die Reduktion der Komplexität reiht sie sich perfekt ein in eine lange Reihe legendärer Zeitmesser, welche die Marke seit jeher entwickelt hat.

2017: 280-JAHR-JUBILÄUM: Das 280-Jahr-Jubiläum wurde an der Baselworld mit der Einführung der Bivouac 9000 gefeiert – des ultimativen Instruments für jede Höhenlage.

MARKENBOTSCHAFTER: Die Marke unterstützt zahlreiche Athleten und Expeditionen, die alle eines gemeinsam haben: Genau wie Favre-Leuba selbst wollen sie Grenzen überschreiten. Die Arktismission unter der Leitung von Pen Hadow, die Expedition zum Mount Vinson mit Satyarup Siddhanta oder der Tauchrekordversuch von Sayuri Kinoshita repräsentieren nur einige der Athleten und Ziele, die für die Marke und ihre Zeitinstrumente stehen.

2018: PREISTRÄGER: Kaum ein Jahr nach ihrer Lancierung siegt die Raider Bivouac 9000 als beste neue Uhr in der Kategorie «New Stars» der Watchstar Awards 2018.

50. GEBURTSTAG DER BATHY: Favre-Leuba feiert den 50. Geburtstag des 1968 aufgelegten Superstars Bathy mit der Lancierung der Raider Bathy 120 MemoDepth, die Tiefen von bis zu 120 m messen und speichern kann.

FAVRE-LEUBA BEZWINGT DEN EVEREST: Ein wahrhaft grosses Jahr für Favre-Leuba: Die bahnbrechende Instrumentenuhr Raider Bivouac 9000 erreicht den Gipfel des Mount Everest. Die Bivouac 9000 ist weltweit die einzige mechanische Höhenmesseruhr, die auf einer Höhe von 8848 m nach wie vor funktionstüchtig ist.